April Energien 2020

Wende dich den sprossenden Kräften zu,

 

und zwar auch in deinem Inneren,

 

in deinem Körper, in deiner Seele und in

 

deinem Geist. Spüre, wie diese Kräfte in dir

 

und auch überall außerhalb von dir vorhanden

 

und aktiv und tätig sind. Werde aufmerksam dafür,

 

wo überall diese Anfangskräfte allen Lebens

 

wahrnehmbar sind, wo zunächst Sprießen und dann

 

Gedeihen stattfinden: in allem, was existiert.

 

 

 

Channeling eines anonymen Mediums

 

 

Der diesjährige April lädt uns Bewusstheit und Bewusstwerdung ein, uns tiefer mit uns selbst zu beschäftigen, uns kennenzulernen und wahrzunehmen, wer wir sind und wie wir uns abgrenzen können von anderem, von anderen und von Wahrnehmungen, die eigentlich gar nicht, die unsrigen sind. Es geht um die Erkundung unseres Selbsts, dies jedoch ohne sich gedanklich oder meditativ zu überanstrengen, sondern lediglich mit sanfter Bewusstseinserweiterung in die Selbstbeobachtung zu gehen.

 

Die aktuelle gesellschaftliche Quarantäne, die Zwangspause von "oben", unterstützt uns hierbei besonders in diese Kräfte hinein zu tauchen und einfach einmal zu beobachten und sich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen "wer bin ich" und "was will ich"?

 

Ich glaube, ich muss hier nicht aufwändig ausholen, dass wir in einer Zeit leben, die aktuell einen Wandel erfährt und vieles, was wir einst für unmöglich hielten (z.B. eine quasi notgedrungene Institutionalisierung des Homeoffices und damit verbunden das Bedürfnis nach mehr Gestaltungsfreiraum der eigenen Zeit) nun zur Tagesordnung wird. Diese Verlagerung der Zeit-Energie und die Erschaffung der neuen Arbeitsräume (Raum und Räume, physisch sowie abstrakt, haben immer mit Zeitbewusstsein zu tun) tut nicht mal einen Abbruch in der Qualität der zur leistenden Arbeit, da ein Co-Entwicklungszweig der aktuellen Wachstumsimpulse - die Innovation ist, welche uns in der Qualität der neuen Arbeitsräume und der Zeitgestaltung unterstützend zur Seite steht.

 

Und was meine ich mit Innovation: Es geht hierbei, wie oft im Leben nicht um das Was, sondern um das Wie. Wachstum hinein in Bewusstheit und Bewusstwerdung verfolgt immer die Fragestellung nach dem Wie, der Achtsamkeit, der sorgfältigen und qualitativen Ausführung einer Tätigkeit. Also kann ich mich ganz streng, sehr gewillt mich mit mir auseinandersetzen wollen und in die Inneschau gehen, doch manchmal ist dies gar nicht gefragt. Viel mehr geht es darum, das Subtile, das Feine, das Zarte, was eben erst durch das Wachstum am Erwachen ist, zu sehen. Mit Wille, Kraft und Druck, kann ich diese Entwicklung nicht beobachten. Es ist vergleichbar mit einem Jogger, der durch den Wald joggt und die soeben aufwachenden Blüten des Bärlauches nicht in der Tiefe erfassen kann. Der Jogger wird nur ein sehr ungefähres Bild von diesen Blütenknospen erhalten, er wird nicht den Zoom auf die Blüte richten können und darin gar eine tiefere Wahrheit oder (Selbst)Reflexion erkennen - er joggt ja im Eilzugstempo. Also könnte man sagen, Bewusstheit, Erkennen des eigenen Wachstums, kann nur durch eine gewisse Langsamkeit erfolgen und Langsamkeit ist oft schneller im Wachstum als das gewohnte Jogging der Unbewusstheit durch geregelte Tagesabläufe. In diesen rigiden Strukturen, werden wir gar nicht dazu augefordert zu hinterfragen, wir funktionieren einfach, wie ein Hamster in seinem Käfig. Und ja - funktionieren kann einfach sein, da wir so Gefühl, Ahnung, Muster etc. einfach gekonnt wegdrücken können um uns nicht mit uns selbst beschäftigen zu müssen oder die Konfrontation mit dem eigenen Selbst und der damit verbundenen eigenen Wahrheit möglicherweise scheuen.

 

Die aktuelle Coronakrise ermöglicht uns allen individueller zu werden, uns zu öffnen für Möglichkeiten und Chancen, die uns entgegenkommen wollen. Also dürfen wir so in unserem Selbst auch diese sprossenden Kräfte unseres Individuationsprozesses tiefer betrachten. Bei einigen löst diese "Abnabelung" vom Kollektiv, von der Gesamtheit der Gesellschaft, hinein in die Individualität jedoch auch Ängste aus. Sehr häufig sind dies auch unbewusste Ängste, weil wir, wie oft in persönlichen, seelischen sowie psychisch-emotionalen Wachstumsprozessen auf uns selbst zurückgeworfen werden. Manch einer erfährt in diesem heiligen Frühling auch einen ordentlichen Frühlingsschnitt, so wie wir es aus dem Garten  bestens kennen. Jeder Rosenstrauch soll zurückgeschnitten werden um später im Sommer üppig blühen zu dürfen und seinen betörenden Duft zu verströmen. Der Schnitt selbst, kann am Anfang wehtun, doch dient er eben genau diesem höheren Wachstum.

 

Natürlich ist es auch so, dass wir mit einer hohen Geschwindigkeit in diesen Wandel hinein katapultiert werden und somit auch uns neu zu positionieren lernen müssen. Wachstum, spriessende Kräfte bedeutet manchmal auch, zum einen oder anderen sich klarer positionieren zu müssen, konkretere Konturen zu zeichnen und auch mal hier und da seine Kräfte mit den anderen zu messen, dies kann mit Personen geschehen oder auch im Kontext einer Sache. Denn Wachstum bedeutet letztendlich auch eine gesunde Portion Ich-Kraft zu entwickeln und alte, überholte Strukturen der Ich-Identität hin zu einer neuen Daseins- und Persönlichkeitsform abzulegen.

 

 

Jede Isolation, so zurückbindend sie für uns auch sein kann, lässt uns tiefer mit uns selbst tauchen. Wir können so u.a. auch in ein neues Mitgefühl tauchen, gegenüber anderen Menschen, die nicht in einer solchen Freiheit leben wie wir es tun, gerade auch gegenüber Menschen die ihr Leben entsagen mussten, ich denke da an Flüchtlinge, Heimatlose, Menschen, die in Gefangenschaft leben. Dieses Mitgefühl gegenüber anderen, fördert auch das Mitgefühl uns selbst gegenüber und lässt somit auch ein tieferes Verständnis und eine gleichberechtigtere Sichtweise auf andere Menschen in Not entstehen.

 

Natürlich kommen wir nicht umhin, wenn wir oben von wachsenden Kräften sprechen, wenn Wandel angezeigt ist, dass Wachstum und Wandel immer einen Radius von 360° umspinnen und diese sich nur vollziehen können, wenn unser Kollektiv, oder ein Teil vom Kollektiv, auch Ängste durchlebt. Da Angst letztendlich auch ein starker Impulsgeber für Wachstum und Innovation bildet, ermöglichet sie uns, in der Umkehrfunktion, eine Phase des Lernens zu eröffnen, für die tatsächliche und tiefere Inneschau. So dürfen wir uns auch bewusst werden, dass durch diese gesponnenen Abhängigkeiten zueinander und voneinander (wir sitzen bekanntlich alle im gleichen Boot) ein grosses und starkes Lernfeld von Impulsgebenden, Empfangenden und Gestaltenden Energien erschaffen werden kann.

 

Im Sommer, im Herbst, im Winter ernten wir diese wohlduftenden und bekömmlichen Früchte des inneren und des äusseren Wandels. Die Zukunftsschau aus diesem April Impuls ist also eine Ernte hin zu mehr Mitgefühl, Innovation und Gestaltung, Selbstvertrauen und ein tieferes bei sich selbst Ankommen durch Individualisierungsprozesse.

 

Dabei wünsche ich Dir viel Ruhe, Besinnliches,  Zeit und Müssiggang für Dich und Dein Sein. Komm gut durch den April. Alles Liebe und viel Vertrauen in Dein Wachstum wünscht Dir - Cynthia!

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Marion (Sonntag, 05 April 2020 15:41)

    Das passt ja ganz hervorragend in die Zeit, und es ist eine schöne Vorstellung, dass die Energien die augenblickliche Situation so unterstützen. Ich glaube auch, dass es eine nicht nur "furchtbare", sondern auch fruchtbare Zeit sein kann. Danke, liebe Cynthia!

  • #2

    Cynthia Malarvady (Sonntag, 05 April 2020 15:58)

    Liebe Marion
    Hab herzlichen Dank für Deinen lieben Kommentar :-) - ja, das "anonyme Medium" (und das bin wirklich nicht ich!), war sehr zukunftsweisend in seinem Channeling, zumal die Texte ja im letzten Jahr im Dezember entstanden sind. Ich freue mich sehr, dass ich diese für den Blog verwenden, und mit meinen Gedanken vertiefend, arbeiten darf. Das ist toll und trägt, wie ein roter Faden, so schön durch die Zeit.